
Vorrede 29
ERSTER TAG
Einleitung............................................................................... 32
Erster Tag. Erste Geschichte.......................................
Herr Chapelet täuscht einen heiligen Pater durch falsche Beichte und stirbt. Trotz des schlechten Lebens, das er geführt, kommt er nach seinem Tode in den Ruf der Heiligkeit und wird Sankt Chapelet genannt.
Erster Tag. Zweite Geschichte ................................................................ 66
Der Jude Abraham geht auf Antrag des Jeannot von Sevigne nach Rom und kehrt, als er die Schlechtigkeit der Geistlichen dort kennen gelernt, nach Paris zurück, um Christ zu werden.
Erster Tag. Dritte Geschichte.................................................................... 71
Der Jude Melchisedech entgeht durch eine Geschichte von drei Ringen einer grossen Gefahr, die Saladin ihm bereitet.
Erster Tag. Vierte Geschichte .... 74
Ein Mönch befreit sich von einer schweren Strafe, die er verwirkt hat, dadurch, dass er seinem Abte dasselbe Vergehen, das er sich hatte zu Schulden kommen lassen, auf geschickte Weise vorhält.
Erster Tag. Fünfte Geschichte.... 78
Die Markgräfin von Montferrat weist durch eine aus Hühnern bereitete Mahlzeit und durch ein paar feine Worte die törichte Liebe des Königs von Frankreich von sich ab.
Erster Tag. Sechste Geschichte.... 81
Ein Laie beschämt durch einen guten Einfall die Heuchelei der Mönche.
Erster Tag. Siebte Geschichte.... 84
Bergamino beschämt auf seine Weise Cangrande della Scala wegen einer plötzlichen Anwandlung von Geiz, indem er ihm eine Geschichte von Primasseau und dem Abte von Clugny erzählt.
Erster Tag. Achte Geschichte ....................... 89
Guiglielmo Borsiere straft mit seiner Rede den Geiz des Herrn Ermino de’ Grimaldi.
Erster Tag. Neunte Geschichte...................... 92
Der König von Zypern wird durch den Spott einer Dame aus der Gascogne von einem schwachen zum kraftigen Fürsten.
Erster Tag. Zehnte Geschichte ...................... 93
Meister Alberto von Bologna beschämt auf seine Weise eine Dame, die ihn wegen seiner Liebe zu ihr beschämen wollte.
ZWEITER TAG
Einleitung...................................................... 101
Zweiter Tag. Erste Geschichte ..................... 101
Martellino stellt sich lahm und gibt vor, durch den Körper des heiligen Heinrich geheilt zu werden. Sein Betrug wird entdeckt; er wird geschlagen und eingekerkert, und ist in Gefahr gehangen zu werden; endlich aber kommt er los.
Zweiter Tag. Zweite Geschichte.................. 107
Rinaldo von Asti kommt von Räubern ausgeplündert nach Castel Guiglielmo, wo er von einer Witwe beherbergt und für seinen Unfall schadlos gehalten wird, und dann unversehrt nach Hause zurückkehrt.
Zweiter Tag. Dritte Geschichte ................. 114
Drei Jünglinge bringen das Ihrige durch und verarmen. Ein Neffe von ihnen kehrt hoffnungslos nach Hause zurück und trifft unterwegs mit einem Abte zusammen. Dieser entdeckt sich als Tochter des Königs von England, heiratet ihn und macht seine Ohme durch Ersatz des Verlorenen wieder wohlhabend.
Zweiter Tag. Vierte Geschichte................. 123
Landolfo Ruffolo verarmt und wird Korsar, dann gerät er in genuesische Gefangenschaft und leidet Schiffbruch. Er rettet sich auf einem Kasten voll köstlicher Edelsteine, wird in Korfu von einem armen Weibe beherbergt und kehrt reich in seine Heimat zurück.
Zweiter Tag. Fünfte Geschichte ................ 129
Andreuccio von Perugia kommt nach Neapel, um Pferde zu kaufen, und gerät dreimal in einer Nacht in Lebensge- fahr, welcher er jedoch jedes Mal entgeht und mit einem Rubin in seine Heimat zurückkehrt.
Zweiter Tag. Sechste Geschichte............... 143
Madonna Beritola verliert ihre zwei Sohne, wird dann mit zwei kleinen Rehen auf einer Insel gefunden und geht nach Lunigiana. Hier tritt einer ihrer Söhne bei dem Landesherrn in Dienste, beschläft dessen Tochter und wird gefangen gesetzt. Inzwischen empört sich Sizilien gegen den König Karl, der Sohn wird von seiner Mutter erkannt und heiratet die Tochter seines Herrn; der Bruder findet sich ebenfalls wieder, und beide werden wieder vornehme Leute.
Zweiter Tag. Siebente Geschichte.............. 158
Der Sultan von Babylon schickt seine Tochter dem König von Algarbien zur Frau, sie aber gerät durch eine Reihe von Ereignissen in Zeit von vier Jahren und an verschiedenen Orten neun Männern in die Hände. Endlich wird sie ihrem Vater zurückgebracht und reist als vorgebliche Jungfrau zum König von Algarbien, um diesen, der ersten Absicht nach, zu heiraten.
Zweiter Tag. Achte Geschichte........ 182
Der Graf von Antwerpen geht auf eine fälschliche Beschuldigung ins Exil und lässt seine zwei Kinder an ver- schiedenen Orten in England. Als er später unerkannt zurückkehrt, findet er beide in glücklicher Lage; er zieht als Stallknecht mit dem Heere des Königs von Frankreich; seine Unschuld wird entdeckt, und er erlangt seine frühere Stellung wieder.
Zweiter Tag. Neunte Geschichte ............ 199
Bernabò von Genua verliert durch Ambrogiuolos Betrug das Seinige und befiehlt, dass seine unschuldige Frau ge- tötet werde. Sie entkommt und dient in Männerkleidern dem Sultan. Dann entdeckt sie den Betrüger und veran- lasst Bernabò nach Alexandrien zu kommen. Der Betrüger wird bestraft und sie kehrt, wieder in Weiberkleidern, mit dem Manne reich nach Genua zurück.
Zweiter Tag. Zehnte Geschichte............. 213
Paganino von Monaco raubt dem Herrn Ricciardo von Chinzica seine Frau. Dieser erfährt, wo sie sei, befreunde sich mit Paganino und fordert sie von ihm wieder. Paganino verspricht sie ihm, wenn sie wieder zu ihm wolle. Sie hat aber keine Lust, zu ihm zurückzukehren, und wird nach Herrn Ricciardos Tode Paganinos Frau.
DRITTER TAG
Einleitung 225
Dritter Tag. Erste Geschichte.............. 228
Masetto von Lamporecchio stellt sich stumm und wird Gärtner in einem Nonnenkloster, dessen Bewohnerinnen um die Wette bei ihm schlafen.
Dritter Tag. Zweite Geschichte .......... 235
Ein Stallknecht schläft bei der Gemahlin des Königs Agilulf. Der König bemerkt es im stillen, findet ihn und schneidet ihm die Haare ab. Der Geschorene tut seinen Kameraden ein Gleiches und entgeht dadurch seinem Unstern.
Dritter Tag. Dritte Geschichte ............. 241
Eine Dame, die in einen jungen Mann verliebt ist, bringt unter dem Vorwande der Beichte und grosser Gewissenhaftigkeit einen gestrengen Mönch dahin, dass er selbst, ohne zu wissen, was er tut, sie an das endliche Ziel ihrer Wünsche fuhrt.
Dritter Tag. Vierte Geschichte ............. 251
Don Felice lehrt den Bruder Puccio, wie er durch eine Bussübung selig werden kann. Bruder Puccio übernimmt sie, und Don Felice vertreibt sich inzwischen mit dessen Frau die Zeit.
Dritter Tag. Fünfte Geschichte.............. 256
Zima schenkt Herrn Francesco Vergellesi ein schönes Pferd und erhalt dafür die Erlaubnis, mit dessen Frau reden zu dürfen; als diese schweigt, antwortet er selbst in ihrem Namen und dann erfolgt alles seinen Antworten gemäss.
Dritter Tag. Sechste Geschichte ........... 263
Ricciardo Minutolo liebt die Frau des Filippello Fighinolfi. Er erfahrt, dass sie eifersüchtig sei, und bringt es dahin, dass sie, weil er ihr vorspiegelt, Filippello werde am andern Tage mit seiner Frau in einem Bade zusammenkommen, dorthin geht, und während sie der Meinung ist, mit ihrem Manne zusammen zu sein, findet sich, dass sie dem Ricciardo sich hingegeben hat.
DritterTag. Siebte Geschichte 272
Tedaldo verlässt Florenz im Unfrieden mit seiner Geliebten. Nach einiger Zeit kommt er als Pilger gekleidet zurück, spricht mit der Dame, bringt sie zur Erkenntnis ihres Unrechts, befreit ihren Mann vom Tode, der ihm bevorstand, weil ihm bewiesen war, dass er den Tedaldo umgebracht habe, versöhnt ihn dann mit seinen Brüdern und erfreut sich vorsichtig mit seiner Geliebten.
Dritter Tag. Achte Geschichte ....................... 290
Ferondo wird, nachdem er ein gewisses Pulver gegessen hat, für tot begraben; der Abt aber, der sich inzwischen mit seiner Frau ergötzt, holt ihn aus dem Grabe, setzt ihn ins Gefängnis und bildet ihm ein, er sei im Fegefeuer. Dann wird er auferweckt und erzieht einen Sohn, den der Abt mit seiner Frau erzeugt hat, als den seinigen.
Dritter Tag. Neunte Geschichte...................... 300
Gillette von Narbonne heilt den König von Frankreich von einer Fistel und verlangt dafür Bertrand von Roussillon zum Manne. Dieser heiratet sie wider Willen und geht aus Verdruss nach Florenz. Hier verliebt er sich in ein junges Mädchen, die er zu umarmen glaubt, während er Gillette beschläft. Diese gebiert ihm zwei Sohne, um derentwillen er sie lieb gewinnt und als Frau behandelt.
Dritter Tag. Zehnte Geschichte ...................... 311
Alibech wird Einsiedlerin und der Mönch Rusticus lehrt sie, den Teufel in die Hölle heimschicken. Dann kehrt sie zurück und wird die Frau des Neerbal.
VIERTER TAG
Einleitung 321
Vierter Tag. Erste Geschichte......................... 328
Tancredi, Fürst von Salerno, tötet den Geliebten seiner Tochter und schickt ihr sein Herz in einer goldenen Schale; sie giesst vergiftetes Wasser darüber, trinkt es und stirbt.
Vierter Tag. Zweite Geschichte ................. 340
Bruder Alberto redet einer Frau ein, dass der Engel Gabriel in sie verliebt sei, und beschläft sie mehrmals in dessen Namen. Endlich springt er, aus Furcht vor ihren Ver- wandten, aus dem Fenster, und flüchtet sich in das Haus eines armen Mannes, der ihn, als wilden Mann verkleidet, am andern Tage auf den Marktplatz bringt, wo er erkannt, von seinen Klosterbrüdern festgehalten und ins Gefängnis gesetzt wird.
Vierter Tag. Dritte Geschichte.................... 351
Drei junge Männer lieben drei Schwestern und flüchten mit diesen nach Kreta. Die älteste von ihnen ermordet aus Eifersucht ihren Geliebten. Die zweite rettet jene dadurch vom Tode, dass sie sich dem Herzoge von Kreta ergibt, dafür ermordet aber ihr Geliebter sie und flieht mit der ältesten. Die dritte Schwester und ihr Freund werden dieses Mordes beschuldigt und bekennen sich im Gefängnisse dazu. In der Furcht vor dem Tode bestechen sie ihre Wächter und fliehen arm nach Rhodos, wo sie im Elend sterben.
Vierter Tag. Vierte Geschichte .................. 359
Gerbino greift gegen das Versprechen König Wilhelms, seines Grossvaters, um die Tochter des Königs von Tunis zu rauben, ein Schiff des letzteren an. Die Bemannung des Schiffes tötet die Dame, wofür Gerbino sie alle umbringt, ihm aber nachher der Kopf abgeschlagen wird.
Vierter Tag. Fünfte Geschichte.................. 365
Lisabettas Brüder ermorden deren Geliebten. Er erscheint ihr im Traume, und zeigt ihr, wo er verscharrt sei. Darauf gräbt sie seinen Kopf heimlich aus, tut ihn in einen Basilikumnapf und benetzt ihn täglich stundenlang mit ihren Tränen. Endlich nehmen die Brüder ihr ihn fort, und sie stirbt bald darauf vor Gram.
Vierter Tag. Sechste Geschichte ..... 369
Andreola liebt den Gabriotto. Sie erzählt ihm einen Traum den sie gehabt, und er ihr einen andern. Darauf stirbt er plötzlich in ihren Armen, und während sie ihn mit ihrer Dienerin nach seinem Hause trägt, werden sie von der Wache gefangen, und sie gesteht, wie sich alles zugetragen. Der Podesta will ihrer Ehre Gewalt antun, sie wehrt sich aber. Ihr Vater erfährt indes, wo sie sei, und befreit sie, da er sie unschuldig findet. Sie aber weigert sich, länger in der Welt zu leben, und wird Nonne.
Vierter Tag. Siebte Geschichte.................. 377
Simona liebt den Pasquino. Während sie miteinander in einem Garten sind, reibt Pasquino sich mit einem Salbeiblatte die Zähne und stirbt. Simona wird festgenommen und stirbt gleichfalls, als sie, um dem Richter den Tod des Pasquino deutlich zu machen, ein anderes jener Salbeiblätter an den Zähnen zerreibt.
Vierter Tag. Achte Geschichte ................. 382
Girolamo liebt die Salvestra. Die Bitten seiner Mutter nötigen ihn, nach Paris zu gehen, und wie er zurückkommt, findet er seine Geliebte verheiratet. Er schleicht sich verstohlen in ihr Haus und stirbt an ihrer Seite. Die Leiche wird in eine Kirche getragen, und Salvestra sinkt tot neben ihr nieder.
Vierter Tag. Neunte Geschichte................. 389
Herr Guillem von Roussillon gibt seiner Frau das Herz des von ihm getöteten Herrn Guillem von Cabestaing, den sie geliebt, zu essen. Sobald sie es erfahren, stürzt sie sich aus einem hohen Fenster und wird mit ihrem Geliebten begraben.
Vierter Tag. Zehnte Geschichte ................ 392
Die Frau eines Arztes legt ihren Geliebten, der einen Schlaftrunk genommen, den sie aber für tot hält, in einen Kasten, den zwei Wucherer mit dem Scheintoten in ihr Haus tragen. Letzterer erholt sich und wird als Dieb gefangen. Die Dienerin der Frau redet dem Richter vor, sie habe jenen in den Kasten gelegt, den die Wucherer gestohlen, und so wird er vom Galgen gerettet, die Wucherer aber werden wegen des Kastendiebstahls mit einer Geldstrafe belegt.
FÜNFTER TAG
Einleitung................................................. 407
Fünfter Tag. Erste Geschichte................. 408
Cimon wird durch Liebe vernünftig und raubt Iphigenie, seine Geliebte, zur See. In Rhodos verhaftet, wird er durch Lysimachus befreit und beide gemeinschaftlich entführen Iphigenie und Kassandra von ihrem Hochzeitsfeste. Sie fliehen nach Kreta und heiraten dort ihre Geliebten, mit denen sie endlich in die Heimat zurückberufen werden.
Fünfter Tag. Zweite Geschichte ............. 420
Costanza liebt Martuccio Gomito und überlässt sich auf die Nachricht von seinem Tode verzweifelnd und allein einem Kahne, den der Wind nach Susa führt. In Tunis findet sie ihn lebendig wieder und gibt sich ihm, der durch die Ratschläge, die er dem Könige erteilt, inzwischen dessen Gunst erworben hatte, zu erkennen. Er heiratet sie und kehrt als reicher Mann mit ihr nach Lipari zurück.
Fünfter Tag. Dritte Geschichte................ 427
Pietro Boccamazza flieht mit Agnolella und stösst auf Räuber. Das Mädchen flüchtet sich in einen Wald und wird von dort nach einer Burg geführt. Pietro fällt gefangen in die Hände der Räuber, entgeht ihnen aber wieder und gelangt endlich, nachdem er noch andere Gefahren überstanden, in dieselbe Burg, wo Agnolella sich schon befindet. Dort vermählt er sich mit ihr, und beide kehren nach Rom zurück.
Fünfter Tag. Vierte Geschichte 436
Ricciardo Manardi wird von Messer Lizio da Valbona bei der Tochter des letzteren betroffen. Er heiratet das Mäd chen und söhnt sich mit ihrem Vater wieder aus.
Fünfter Tag. Fünfte Geschichte 442
Guidotto von Cremona vertraut dem Giacomino von Pavia sterbend seine Pflegetochter an. Giannole di Severino und Minghino di Mingole verlieben sich zu Faenza beide in sie und werden darüber miteinander handgemein. Endlich wird entdeckt, dass das Mädchen eine Schwester des Giannole ist und Minghino erhält sie zur Frau.
Fünfter Tag. Sechste Geschichte 449
Gian von Procida wird bei seiner Geliebten, die inzwischen dem König Friedrich geschenkt worden war, über- rascht und mit ihr an einen Pfahl gebunden, um dort verbrannt zu werden. Ruggieri dell’Oria erkennt und rettet ihn aber, und er heiratet sie.
Fünfter Tag. Siebte Geschichte 456
Theodor verliebt sich in Violante, die Tochter seines Herrn, des Messer Amerigo, schwängert sie und wird des- halb zum Strange verurteilt. Während er aber mit Geisselhieben zur Hinrichtung geführt wird, erkennt und befreit ihn sein Vater und er heiratet Violante.
Fünfter Tag. Achte Geschichte 464
Nastagio degli Onesti bewirbt sich um die Liebe einer Dame aus dem Hause Traversal, und bringt, ohne Gegenliebe zu finden, dabei sein ganzes Vermögen durch. Auf die Bitten der Seinigen geht er eines Tags nach Chiassi und sieht daselbst, wie ein junges Mädchen von einem Ritter gejagt, getötet und dann von zwei Hunden gefressen wird. Darauf ladet er seine Familie sowohl als die der Dame zu einem Mittagsessen dorthin, und der Anblick des zerfleischten Mädchens und die Furcht vor ähnlichem Schicksal erschrecken die Spröde so sehr, dass sie den Nastagio zum Manne nimmt.
Fünfter Tag. Neunte Geschichte 471
Federigo degli Alberighi liebt, ohne Gegenliebe zu finden. Er verzehrt in ritterlichem Aufwand sein ganzes Ver- mögen, so dass ihm nur ein einziger Falke bleibt. Diesen setzt er, da er nichts anderes hat, seiner Dame, die ihn zu besuchen kommt, zum Essen vor. Sie aber ändert, als sie dies vernommen, ihre Gesinnung, nimmt ihn zum Manne und macht ihn reich.
Fünfter Tag. Zehnte Geschichte...... 478
Pietro di Vinciolo geht aus, um anderwärts zu Nacht zu essen. Seine Frau lässt ihren Buhlen kommen; Pietro kehrt heim, und die Frau versteckt den Liebhaber unter einem Hühnerkorbe.
SECHSTER TAG
Einleitung 492
Sechster Tag. Erste Geschichte 494
Ein Edelmann sagt zu Madonne Oretta, er wolle ihr eine Geschichte erzählen, dass sie glauben solle, sie sitze zu Pferde. Als er sie darauf ungeschickt vorträgt, bittet sie ihn, dass er sie wieder absteigen lasse.
Sechster Tag. Zweite Geschichte 496
Cisti, der Bäcker, bringt durch eine beissende Antwort Herrn Geri zur Einsicht wegen eines unbescheidenen Begehrens.
Sechster Tag. Dritte Geschichte 500
Monna Nonna de`Pulci gebietet durch eine treffende Antwort den unziemlichen Reden des Bischofs von Florenz Stillschweigen.
Sechster Tag. Vierte Geschiche 503
Chichibio, der Koch des Currado Gianfigliazzi, verwandelt zu seinem Heile, durch einen schnellen Einfall den Zorn des Currado in Gelächter und rettet sich von dem Unheil, mit dem Currado ihn schon bedroht hatte.
Sechster Tag. Fünfte Geschichte 505
Messer Forese da Rabatta und Meister Giotto, der Maler, die beide von Mugello zurückkommen, machen sich gegenseitig über ihr unscheinbares Äusseres lustig.
Sechster Tag. Sechste Geschichte 508
Michele Scalza beweist einigen jungen Leuten, dass die Baronci das adeligste Geschlecht in der Welt und in der Maremma sind, und gewinnt damit eine Mahlzeit.
Sechster Tag. Siebte Geschichte 511
Madonna Filippa wird vor Gericht gefordert, weil ihr Mann sie mit ihrem Geliebten getroffen; durch ihre geschickte und scherzhafte Antwort kommt sie aber frei und veranlasst eine Abänderung des Stadtrechts.
Sechster Tag. Achte Geschichte 514
Fresco rät seiner Nichte, niemals in den Spiegel zu sehen, wenn, unausstehliche Leute zu sehen, ihr so widerwärtig sei, als sie sage.
Sechster Tag. Neunte Geschichte 516
Guido Cavalcanti sagt einigen Florentiner Edelleuten, die ihn überrascht hatten, in versteckter Weise die Wahrheit.
Sechster Tag. Zehnte Geschichte 518
Bruder Cipolla verspricht den Bewohnern einer Landstadt, ihnen eine Feder des Engel Gabriel zu zeigen; da er aber an deren Stelle Kohlen findet, sagt er, sie seinen von denen, mit welchen der heilige Laurentius geröstet ward.
SIEBTER TAG
Einleitung 537
Siebter Tag. Erste Geschichte 538
Gianni Lotteringhi hört des Nachts an seine Tür klopfen und weckt seine Frau. Se redet ihm vor, es sei das Gespenst. Sie beschwören es mit einem Spruche, und das Klopfen hört auf.
Siebter Tag. Zweite Geschichte 543
Peronella versteckt, als ihr Mann plötzlich nach Hause kommt, ihren Gliebten in eine Weinkufe. Der Mann sagt ihr, er habe die Kufe verkauft; sie antwortet aber, das sie den Handel schon mit einem andern abgeschlossen habe, der eben hineingekrochen sei, um ihre Festigkeit zu prüfen. Nun kommt dieser heraus, lässt die Kufe noch vom Manne auskratzen und dann in sein Haus tragen.
Siebter Tag. Dritte Geschichte 548
Bruder Rinaldo schläft bei seiner Gevatterin; der Mann überrascht sie in ihrer Kammer, und man macht ihm weis, dass jener seinem Paten die Würmer beschwöre.
Siebter Tag. Vierte Geschichte 554
Tosano sperrt seine Frau eine Nacht von dem Hause aus. Da sie auf ihre Bitten keinen Einlass erhält,so tut sie, als stürze sie sich in einen Brunnen, indem sie einen grossen Stein hineinwirft; Tosano kommt hierauf aus dem Hause, die Frau schleicht sich hinein und ksperrt nun ihn aus, indes sie ihn zugleich ausschilt und verhöhnt.