Märchen aus der Ukraine | Märchenstiftung

Märchen aus der fernen Heimat 

Das Ziel dieser Geschichtensammlung ist die Förderung des interkulturellen Dialogs mit Hilfe von Märchen aus der Heimat der Flüchtlinge. In der Schweiz leben Menschen aus zahlreichen Ländern und verschiedensten Kulturen. Geschichten aus der eigenen Kultur sind starke Identifikationsträger, weil sie viel traditionelles Vermächtnis aus der Heimat transportieren. Sie können das Verständnis für die Vielfalt der Kulturen fördern und Gelegenheit bieten, Gemeinsamkeiten zu erkennen. Denn alle Menschen auf der Welt, so erzählen es die Märchen, sind auf der Suche nach dem Glück. Die Sammlung der Geschichten wird jeden Monat um eine Kultur/ein Land erweitert. Mithilfe von Menschen aus anderen Kulturen werden die Märchen auch in der Ursprungssprache zur Verfügung gestellt. Wir freuen uns über jede Übersetzung, die wir realisieren können.

Zurück zur Übersicht

Märchen aus der Ukraine

Aufgrund des aktuellen Krieges in der Ukraine sind nach UN-Angaben mehr als zwei Millionen Menschen auf der Flucht vor der tödlichen Gewalt.

Märchen
Die kleine Forelle und die Bohne
Der Adler und die Hühner
• Vom Frost
• Der Fäustling
Das Geschenk für den Vater
Der Schweigetrank

Die kleine Forelle und die grosse Bohne
 

In einem grossen, klaren See lebte einmal eine Forelle mit ihrem Kind. Jeden Tag schwamm die kleine Forelle mit ihrer Mutter ein wenig weiter vom Ufer fort. Einmal aber hatte das Forellenkind Lust, ganz weit weg zu schwimmen. Es schwamm ganz allein davon. Es schwamm und schwamm, bis es ans andere Ufer des Sees kam. Es schaute sich um und sah eine riesige grosse Bohne am Ufer wachsen. «Hallo, du Bohnenungeheuer!», rief die kleine freche Forelle und lachte.
«Hallo, du winziges Fischlein!», rief die Bohne zurück.
Als die kleine Forelle dies hörte, ärgerte sie sich so sehr, dass ihr die Tränen kamen. Schnell schwamm sie zurück zur Mutter. «Mutter, Mutter!», rief sie. «Ich bin bis zu der grossen Bohne geschwommen, aber diese nannte mich ‹winziges Fischlein›. Warum lacht sie mich aus, bin ich nicht schon gross und stark?»
«Nun», sagte die Forellenmutter, «hast du sie vielleicht beleidigt?»
«Aber nein, Mama, was denkst du von mir!»
«Gut, dann schwimmen wir zur Bohne und fragen sie.»
Gemeinsam schwammen sie bis zum anderen Ufer vom See. Schon von Weitem sahen sie die grosse Bohne am Ufer stehen.
«Guten Tag, verehrte Frau Bohne», rief die Forellenmutter.
«Guten Tag, liebe Frau Forelle», grüsste die Bohne zurück.
«Sagen Sie, liebe Frau Bohne, warum haben Sie mein Töchterlein beleidigt und es winziges Fischlein genannt?»
«Oh», sagte da die Bohne, «ich dachte, das gehört sich so. Wie du mir, so ich dir, heisst es doch. Ihr Töchterlein nannte mich Bohnenungeheuer und ich nannte es winziges Fischlein.»
Da schämte sich die kleine freche Forelle und tauchte schnell unter. Von diesem Tag an aber hat sie sich immer gut überlegt, wie sie andere Leute nannte.

Märchen aus der Ukraine, ©Pflanzenmärchen aus aller Welt, Mutabor Verlag 2021

 

Der Adler und die Hühner

Der Adler zog über den Wolken seine Kreise. Als die Sonne am höchsten stand, stiess er hinab auf eine Korndarre, um sich ein Mittagsmahl zu fangen. Er liess sich nieder und hielt nach allen Seiten Ausschau. Als er nichts Geeignetes erspähen konnte, flog er auf eine andere Korndarre. Die Hühner aber hatten schon von Weitem gesehen, dass der Adler zu ihnen herabstiess; etliche flüchteten sich unter den Schlitten, und andere rannten in den Verschlag. Der Adler aber flog von der Darre auf den Flechtzaun. Da gackerten die Hühner untereinander: «Warum nennt man ihn eigentlich den König der Vögel? Was ist schon gross dabei, von einer Korndarre zur anderen zu fliegen? Das bringen wir auch fertig.» Das hörte der Adler, und er sprach: «Ihr wundert euch, dass ich niedrig fliege? Ich vermag noch niedriger zu fliegen als ihr Hühner, versucht indessen ihr einmal, euch bis zu den Wolken emporzuschwingen wie ich.» Da schwiegen die Hühner mucksmäuschenstill. Kaum aber war der Adler aufgefahren und fort aus dem Dorf ins Feld hinausgeflogen, gackerten sie aufgeregt: «Wie er sich brüstet, dass er so hoch fliegen kann! Welchen Gewinn hat er davon? Wohl schwebt er über den Wolken, wenn ihn aber der Hunger plagt, stösst er zur Erde nieder, um unsereins zu packen. Wären wir nicht, so würde er in seinen Wolken elend verhungern.»

Märchen aus der Ukraine, aus: Die Sonnenrose, übersetzt von L. Remané, Berlin 1966

 

Vom Frost

Es war einmal ein armer Bauer, der hatte viele Kinder. Einmal hatte er viel Hirse gesät, aber ehe er sie ernten konnte, kam im Herbst der Frost und vernichtete die ganze Hirse. Der Bauer stand mit leeren Händen da. Wortlos rüstete er zum Aufbruch, da fragte ihn seine Frau: «Wohin willst du denn, lieber Mann?»
«Ich gehe den Frost suchen», antwortete er.
«Was willst du bei ihm?», fragte die Frau.
«Er hat mir die ganze Hirse verdorben», sagte der Bauer.
«Was kannst du schon mit ihm machen?»
«Ich würde ihn am liebsten umbringen», sagte der Mann.
Er brach auf und traf den Frost. Der sprach: «Hör Bauer, mir, dem Frost, kannst du nichts anhaben. Nimm lieber diesen Sack, dann hast du dein Leben lang Brot und Salz.»
«Was soll ich mit dem Sack machen?», fragte der Bauer den Frost.
«Wenn du nach Hause kommst, stell ihn auf den Tisch und hole aus ihm heraus, wonach es dich gelüstet.»
Der Bauer freute sich, dass er jetzt einen solchen Sack besass. Sein Bruder aber war sehr reich und hatte keine Kinder. Eines Tages lud der Arme den reichen Bruder zu einem Schmaus ein, damit der sich das Wunderding von Sack einmal ansah. Der Reiche kam und sagte: «Ich schenke dir sechs Bienenstöcke und einen Pflug, dann hast du was zum Pflügen, du hast schliesslich Kinder, und du gibst mit den Sack dafür.» Der Arme gab dem Reichen den Sack, obwohl ihm der Frost verboten hatte, den Sack zu verschenken. Am nächsten Morgen kam der Arme zu seinem Bruder, um die Bienenstöcke abzuholen, aber der Reiche sagte: «Bruder, hast du je erlebt, dass ein Sack etwas enthält, was man nicht hineingetan hat?» Den Sack hatte er genommen, aber die versprochenen Bienenstöcke gab er nicht her. Da ging der Arme wieder zum Frost und beklagte sich, dass sein Bruder ihm den Sack weggenommen, die versprochenen Bienenstöcke jedoch verweigert hatte. Der Frost sagte: «Ich habe dir doch verboten, den Sack wegzugeben! Hier hast du ein Brot und eine Speckseite, gib deinen Kindern ordentlich zu essen, damit sie fröhlich herumtollen. Und nimm noch diesen silbernen Sack. Wenn du nach Hause kommst, hänge ihn an die Wand, und lade deinen Bruder ein. Er wird dir den anderen Sack für diesen geben, und du gib ihm diesen für den anderen.» Der Bauer lud also seinen Bruder ein, und als der sah, dass der silberne Sack schöner war als der erste, war er mit dem Tausch einverstanden. So tauschten sie also; der Reiche nahm den silbernen Sack und gab den anderen dafür her. Der Reiche kam mit dem silbernen Sack nach Hause und erzählte seiner Frau, er hätte sich bei seinem Bruder einen noch schöneren Sack besorgt, einen silbernen, sie solle sogleich den Tennenwart, den Schöffen, den Amtmann und den Popen zu einem Schmaus einladen. Ein festliches Mahl wollte er ihnen vorsetzen. Die Gäste fanden sich zum Festessen ein, aber im Haus war es bitter kalt. Nun liess der Reiche die Gäste am Tisch Platz nehmen und stellte den Sack auf die Tafel. Die Gäste machten grosse Augen. Aber er sagte: «Sack, öffne dich!» Da öffnete sich der Sack, sieben Teufel sprangen heraus und gingen auf die Gäste los. Er hätte rufen sollen: «Sack, schliesse dich!», er aber schrie andauernd: «Sack, unter den Tisch!» Die Gäste sprangen zum Fenster hinaus und flohen so schnell sie konnten nach Hause. Der arme Bauer aber hatte seinen ersten Sack wieder, holte alles daraus hervor was er brauchte und musste nie wieder Not leiden.

Märchen aus der Ukraine, aus: D. Jaenike, Wintermärchen, Mutabor Verlag 2018

 

Der Fäustling

Einst wanderte ein alter Mann durch den Wald, ihm nach sprang sein Hündchen. Wie er so ging, verlor er einen Fäustling. Da kam ein Mäuslein gelaufen, das kroch in den Fäustling.
«Hier will ich wohnen!», sagte es.
Da hüpfte ein Fröschlein herbei und fragte: «Ei, wer wohnt in dem Fäustling?»
«Das Mäuslein Scharrefein, und wer bist du?»
«Ich bin das Fröschlein Hüpfebein. Lass mich ein!»
«Komm nur herein!»
Da waren es zwei. Sprang ein Häslein herbei und fragte: «Ei, wer wohnt in dem Fäustling?»
«Das Mäuslein Scharrefein und das Fröschlein Hüpfebein. Und wer bist du?»
«Ich bin das Häslein Sausewind. Lasst mich ein!»
«Komm nur herein!»
Da waren es drei. Kam ein Füchslein geschlichen und fragte: «Ei, wer wohnt in dem Fäustling?»
«Das Mäuslein Scharrefein und das Fröschlein Hüpfebein und auch das Häslein Sausewind. Und wer bist du?»
«Ich bin das Füchslein Packgeschwind. Lasst mich ein!»
Da hockten sie zu viert im Fäustling. Trottete ein Wölflein herbei, das blieb vor dem Fäustling stehen und fragte: «Ei, wer wohnt in dem Fäustling?»
«Das Mäuslein Scharrefein und das Fröschlein Hüpfebein, das Häslein Sausewind und das Füchslein Packgeschwind. Und wer bist Du?»
«Ich bin das Wölflein Kräuselfell. Lasst mich ein!»
«Komm nur herein!»
Kroch auch hinein, da waren es fünf. Trappelte ein Eber herbei.
«Ei, wer wohnt da in dem Fäustling?»
«Das Mäuslein Scharrefein und das Fröschlein Hüpfebein, das Häslein Sausewind und das Füchslein Packgeschwind und auch das Wölflein KräuselfelI. Und wer bist du?»
«Ich bin der Eber Schnüffelschnell. Lasst mich ein!»
Schlimm war es, jeder wollte im Fäustling wohnen!
«Aber du passt nicht mehr hinein!»
«Es wird schon gehen, rückt nur zusammen!»
«Wenn’s denn sein muss, kriech herein!»
Kroch auch der Eber hinein. Nun waren es sechs. Herrje! War das eine Enge, sie konnten sich weder drehen noch wenden! Da knackte mit einem Mal das Reisig, und ein Bär tappte herbei. Der kam auch auf den Fäustling zu.
«Ei, wer wohnt da in dem Fäustling?», brummte er.
«Das Mäuslein Scharrefein und das Fröschlein Hüpfebein, das Häslein Sausewind und das Füchslein Packgeschwind, das Wölflein Kräuselfell und der Eber Schnüffelschnell. Und wer bist du?»
«Brumm-brumm-brumm, da seid ihr freilich schon viele. Ich bin das Bärenväterchen. Lasst mich ein!»
«Wie könnten wir dich einlassen? Wir haben es ohnehin schon mehr als eng.»
«Na, halbwegs wird’s wohl gehn.»
«Dann komm herein, aber nur mit einem Hinterbein.»
Kroch auch der Bär hinein, da waren es sieben, aber so eng sassen sie nun beisammen, dass der Fäustling in allen Nähten krachte.
Inzwischen merkte der alte Mann, dass er einen Fäustling verloren hatte. Er kehrte um und ging ihn suchen. Das Hündchen aber sprang voraus. Es lief und lief und sah den Handschuh liegen, der sich bewegte. Da bellte das Hündchen: «Wau, wau, wau!»
Die Tiere erschraken, purzelten heraus, nahmen Reissaus und rannten in den Wald.
Na, und dann kam der alte Mann und fand den Fäustling und war’s zufrieden.

Märchen aus der Ukraine, Aus: Wintermärchen aus aller Welt, ©Mutabor Verlag

 

Das Geschenk für den Vater

Ein Mann wollte einmal in die weit entfernte Stadt fahren. Da fragte er seinen Vater: «Was für ein Geschenk soll ich Euch mitbringen, Väterchen?»
«Mein lieber Sohn», antwortete der Vater, «bringe mir was übrig bleibt vom Essen und die Brotkrümel als Geschenk.»
Der Sohn ging mit seinen Gefährten auf die Reise und sie nahmen reichlich zu essen mit, denn es war Winter und der Weg lang. Unterwegs aber packte er alle Reste und Brotkrümel in einen Stoffbeutel. Seine Weggefährten lachten ihn aus: «Du sammelst die Reste von unserem Essen, warum tust du das?»
«Ich sammle sie als Geschenk für meinen Vater, er hat mir dies aufgetragen», gab er zur Antwort.
Auf der Rückreise kamen sie durch eine Gegend, die einsam und verlassen war.
Ein Schneesturm kam auf und die Männer mussten sich in einer Hütte verstecken. Ihre Vorräte aber waren aufgebraucht und sie hungerten und froren. Da fiel dem Mann der Beutel ein und sie nahmen ihn und assen drei Tage davon, bist der Schneesturm sich legte und sie ihren Weg fortsetzen konnten.
Als der Sohn nach Hause kam, fragte ihn der Vater: «Nun, mein Sohn, hast du mir das versprochene Geschenk mitgebracht?»
«Nein, Väterchen», sprach der Sohn, «ich habe wohl alle Reste gesammelt und die Brotkrümel in den Stoffsack getan. Doch unterwegs gerieten wir in einen Schneesturm und nur das Geschenk für dich hat uns am Leben erhalten.»
«Nun, das macht nichts», sprach der Vater, «denn mein Geschenk hatte ich mir eigens dafür gewünscht, dass es euch helfen möge, wenn ihr in Not geratet.»
Und Vater und Sohn umarmten sich.

Märchen aus der Ukraine, aus: Wintermärchen aus aller Welt, © Mutabor Verlag

 

Der Schweigetrank

Eine alte Bettlerin, die von Gaben guter Menschen lebte, kam einmal in ein Dorf. Da sah sie eine junge Frau vor einem Haus sitzen und bitterlich weinen. «Warum weinst du?», fragte die Alte. «Ist ein Unglück geschehen?»
«Ach, liebe Grossmutter, jeden Tag schimpft mein Mann, er schilt mit mir, und er droht sogar, mich zu schlagen.»
«Nun, und du antwortest ihm?» «Aber ja! Sagt er ein Wort, geb ich zehn zurück, sagt er zehn, geb ich zwanzig zurück! Aber Grossmutter, das hilft nichts. Er tobt nur noch wilder.» «Vielleicht kann ich dir helfen», sagte die Alte.
«Ja, Grossmutter, hilf mir! Dir soll die Sonne scheinen und kein Regen dich nass machen, jedermann soll dich reich beschenken – Speck will ich dir geben und Brot und weissen Leinenstoff für ein Hemd.»
Die Alte kramte in ihrem Sack und zog ein Fläschchen hervor. «Hier hast du einen Zaubertrank, meine Tochter. Er ist auf sieben Kräutern angesetzt, gesammelt sind die Kräuter hinter sieben Bergen, hinter sieben Flüssen, auf der dunklen Wiese am hellen Stein, am ersten Sonnabend nach dem letzten Freitag. Merke dir, meine Tochter, du musst genau befolgen, was ich dir sage, sonst erlischt die Zauberkraft. Trage das Fläschchen immer bei dir, und wenn der Zank zwischen euch losgeht, dann dreh dich leise um und nimm ein Schlückchen von dem Trank. Aber nicht hinunterschlucken! Und nicht ausspucken! So lange im Mund bewahren, bis der böse Geist und der schwarze Zorn von deinem Mann gewichen ist. Und deine Not vergeht und verweht.»
Die junge Frau nahm den Zaubertrank, und die Alte zog weiter. Sie wanderte und sah und hörte viel von den Menschen. Nach einiger Zeit kam sie wieder in jenes Dorf. Da sass die junge Frau vor dem Haus und trällerte ein Lied. Als sie die Alte erblickte, sprang sie vor Freude auf und rief: «O Grossmutter, vielen Dank für den Trank!» «Er hat wohl geholfen?», fragte die Alte. «Ich sag euch, wie weggeblasen ist der Streit. Kommt mein Mann heim und wir wollen zanken, nehme ich ein Schlückchen und halte es im Mund. Und denkt Euch, mein lieber Mann ist dann wie ausgewechselt. Er setzt sich friedlich an den Tisch und spricht freundlich zu mir. Dann schlucke ich den Trank hinunter und antworte ihm freundlich. Eitel Freude und Sonnenschein! Und nun sollt Ihr bekommen, was ich Euch versprach.»
Die junge Frau lief ins Haus und brachte der Alten ein Weissbrot, ein Stück guten Speck und feinen Stoff für ein Hemd. Die Alte nahm es, verneigte sich und machte sich auf den Weg. Die junge Frau rief ihr nach: «Halt Grossmutter, wartet! Mein Zaubertrank geht zu Ende!»
Die Alte lächelte. «Sei unbesorgt, meine Tochter, das ist nicht schlimm. Fülle sauberes Wasser aus dem Brunnen in die Flasche, das hilft von nun an, meine Tochter.»

Märchen aus der Ukraine, aus: Zeitschrift Märchenforum Nr. 57, ©Textfassung Linde Knoch, nach: Das Luchsfellchen. Märchen slawischer  Völker. Berlin. K o. J.

 

Zurück zur Übersicht