Falschmünzerei in der Orismühle

Land: Schweiz
Kategorie: Sage

a) Um das Jahr 1840 sollen der alte Orismüller J. K., der Lupsibärger Metzger G. und der Seebner Schulmeister im Türmchen in der Orismühle falsche Münzen geprägt haben. Die Münzen trugen den Kopf eines französischen Königs, aber dieser soll auf die linke statt auf die rechte Seite geblickt haben. In Seewen wurden diese Geldstücke in Umlauf gesetzt. Aber die Falschmünzerei wurde entdeckt, und die drei Übeltäter kamen in Solothurn vor Gericht. Dort mussten die Fehlbaren auch ihre Strafe abbüssen; der Orismüller K. war der Hauptschuldige und musste ein volles Jahr lang absitzen.

b) Bei dieser Falschmünzerei soll ausser den drei Genannten auch noch der Pfarrer von St. Pantaleon mit im Spiele gewesen sein. Die falschen Münzen seien Berner Batzen gewesen und in der Orismühle drunten im Gchett (gemauerter Raum, wo sich das Wasserrad befand) geprägt worden sein. Auch diese Münzen wiesen kleine Fehler auf. Der Schneidermeister Lehmann von Nuglar, genannt der Sydemichel, soll später oft ausgesagt haben: «S lingg Bei syg bim Bär nit rächt gstange und s Züngli haigi gfehlt.» Im Gchett drunten habe man später den Prägstock gefunden.

Seltisberg

Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976

Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.

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