Hühnertritte
Mein Vater erzählte mir: In Dulliken stand früher ein altes Bauernhaus. Die Bewohner dieses Hauses hörten jede Nacht am Boden im Schlafzimmer Klopfen. Wenn die Leute dann das Licht anzündeten, hörte das Klopfen auf, und doch sah man nichts. Man wusste nicht, woher das Klopfen kam.
Da kam der alten Frau im Hause ein Gedanke. Sie streute Asche auf den Zimmerboden, damit sie die Spuren sehen könnte. In der Nacht hörte sie das Klopfen wieder. Sie zündete das Licht an, aber gleich hörte auch das Klopfen wieder auf, und die Frau sah niemanden. Am andern Morgen sah man aber Spuren. Es waren lauter Hühnertritte.
Quelle: P. Keckeis, M. Kully, Sagen der Schweiz. Solothurn, Zürich 1987. Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch