Erzählen
wirkt Wunder

Die Stiftung für Märchen und Erzählkultur

D Härdwybli am Strihe

Land: Schweiz
Kanton: Aargau
Kategorie: Sage

Me ghört nüt meh vo de Härdwyblene. DLüt sy afe gar ful und syt sene Äsche gsträut häige, syge sie nümme cho. Das sy au Lüt gsy, wedder numme chlyligi und häi ne Menschefuess und e Gäissfüess gha. Sie häige de Lüte ghulfe z Acher fahre; do derfür häigene d Lüt, eb sie ab em Feld häi syge, Wäije uf e Pflueg gleit, und wenn sie wieder ane cho syge, se häige sie Gold druf gha. Im Yfang syge sibe Hüser gsy, und dörthi syge dHärdlüt ame z Liecht. Dernoo häig es Härdwybli inere Frau d Risten agleit und häig gsäit, sie sölls niämem säge, und us der glyche Riste häig sie drü Johr chönne spinne. Ihri Gvatteri häig si mängisch gfrogt, wie sies au mach, sie spinn allewyl und häig immer die glychlig Riste? Zletzt het sies der Gvatteri gsäit: es häigere sie nes Härdwybli agleit. Derno häig sie aber numme no zweü Hüfli chönne drus spinne und syg demit abgsi. Allwäg hätt sie ringer gschwige.

Aus: C. Englert Faye, Von kleinen Leuten. 102 Zwergensagen, Feen und Fänggengeschichten aus der Schweiz, Bern 1937.

Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch