Die "Fährlisau" mit ihren Jungen beim Kropfenbrünneli
Bevor man von Oberschan aus über Malierfi Gretschins erreicht, kommt man zum Kropfenbrünneli. Es ist dies eine ganz verrufene Stelle.
Als ein Mann in der Neujahrsnacht dort vorbeiging, vernahm er das Quieken junger Schweine. Er lief diesen Tönen nach und fand im Gebüsch eine "Fährlisau" mit ihren Jungen. Der Körper derselben dehnte sich aus; bald hatte er die Grösse eines Ochsen erreicht. Auch die jungen "Fährli" vermehrten sich zusehends, so dass in kurzer Zeit eine unzählbare Menge solcher Tierchen ihn umschwärmte. Dass der Mann mit schnellen Schritten sich entfernte, ist selbstverständlich. Auch andere sind schon durch die gleiche Erscheinung in Schrecken geraten.
Heinrich Hilty.
Quelle: Sagen des Kantons St. Gallen, Jakob Kuoni, St. Gallen 1903, Nr. 166, S. 78f
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.