Die Gründung des Klosters (Pfäfers, SG)
Der heilige Priminius, ein Stifter vieler Klöster, kam nach Rätien. Bei Marschlins sollte ein neues Gotteshaus errichtet werden. Als man das Holz dazu zimmerte, verwundete sich ein Arbeiter, und sein Blut benetzte die Holzspäne. Da erschien eine weisse Taube, nahm einen blutigen Span in den Schnabel und flog auf eine waldige Anhöhe ob Ragaz. Diesem Zeichen folgte Pirmin, und wo die Taube den Span fallen liess, da ward das Kloster gebaut und Pfäfers geheissen. Daher führte dieses Kloster in seinem Wappen eine fliegende weisse Taube mit einem roten Span.
H. Herzog, Schweizersagen.
Quelle: Sagen des Kantons St. Gallen, Jakob Kuoni, St. Gallen 1903, Nr. 206, S. 100
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.