Das Gespenst im „Sidefädeli“
Das Gespenst im „Sidefädeli“
Das „Sidefädeli“ war ein ehemaliges Landgut in der Gemeinde Wipkingen. Der Name soll von einem alten Zürchergeschlecht, genannt „Sidefade“ herstammen. In diesem Hause trieb sich (noch 1917) ein Gespenst um. „Auf der Winde“, schreibt der Gewährsmann, „ ist im Giebel ein Fenster, das gegen Wipkingen zugekehrt ist, das durchaus nicht geschlossen werden kann. Macht jemand dasselbe zu, so öffnet es sich von selbst wieder. Das Gespenst scheint keineswegs bösartigen Charakter zu haben; es hat noch niemandem etwas zuleide getan.“
Quelle: K. W. Glaettli, Zürcher Sagen 1970, Stadt Zürich und Zürichsee
Escher und Wachter, S. 50. Vgl. Abt. Unterland, wo ähnliche Sagen vorkommen.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.