Das scheintote Fräulein
Das scheintote Fräulein
Viel wurde früher berichtet über das Totengewölbe in der Kirche Turbenthal. Es sei schrecklich tief und voller Särge, in denen Junker, Grafen, Kinder und adelige Fräulein vom Schloss Breitenlandenberg liegen. Einmal sei ein Fräulein in dieser Gruft wieder zum Leben erwacht, und der Messmer habe ihr nächtliches Stöhnen beim Betzeitläuten gehört. Er glaubte, es sei ein Gespenst und berichtete dem Pfarrer davon. Am folgenden Tag wurde die Gruft geöffnet. Da sass das kurz vorher beigesetzte Fräulein auf den untersten Tritten der Wendeltreppe, aber tot.
Quelle: K. W. Glaettli, Zürcher Sagen 1970, Oberland
Umstilisiert nach Stutz, S. 202
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.