Der Fuchs im roten Röcklein
Ein Schächentaler stand im Begriffe, auf die Fuchsjagd zu gehen, als ihm seine besorgte Gattin noch ans Herz legte, er solle ja nicht unterlassen, etwas Gesegnetes unter das Pulver zu mischen. Er aber spottete dessen und sagte: »I gah-n-etz ämel noch oni.« Im Walde begegnete ihm ein Fuchs in einem roten Weiberröcklein. »Ha,« sagte der Jäger bei sich selber, »das Röcklein sollst du nicht mehr lange tragen, das will ich dir schon abnehmen,« und schoss. Aber im gleichen Augenblick lag er schon bewusstlos am Boden, mit zerschmettertem Arm.
Frau Gisler-Zwyssig, 68 J. alt
Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.