Fuchs, Nachtkappe, Göller
1. Auf dem Sagenplatz am Etzlibach lauerten zwei Buben ab der Herrenlymi den Füchsen. Endlich näherte sich ein solcher der Beize, und die Buben schossen und trafen. Es gab einen kolossalen Rauch. Wie sie das Tier holen wollten, fanden sie an der Stelle, wo es gestanden, nichts als eine Nachtkappe! (19. Jahrhundert).
Jos. Maria Zberg, Silenen, 75 J. alt
2. Es geschah in den Fritterbergen im Schächental, dass zwei Jäger auf Füchse lauerten. Bald kam einer, und ein Jäger schoss, der Fuchs aber rollte den Bergabhang hinunter. Als ihn der Schütze holen wollte, erwischte er nichts anderes als ein rotes Göller.
Kath. Wälti-Gisler, von Unterschächen
Die Mutter ergänzt: »Die zwei Jäger nahmen den Fuchs heim und liessen ihn in der Küche liegen, in der Absicht, ihn am folgenden Morgen auszuweiden. Fanden nur mehr ein rotes Göller. Das war amm-änä z'altä Mittwuchä.«
Fr. Gisler-Arnold, von Unterschächen, 70 J. alt
Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.