Aus- und Eingang des Unglückes.
In der Rütti am vordern Mühlebach hatten sie beständig Unglück im Stalle und sie klagten es endlich einem Kapuziner. Der erklärte, das Unglück komme nur über die Türschwelle, sonst nirgends, in den Gaden, und jetzt sollen sie drei Löcher von oben her in die Türschwelle bohren, sodass deren eines in der Mitte sei, dann werde das Unglück schon zum Stalle hinausflüchten. Hierauf sollen sie in jedes der drei Löcher von dem Pulver schütten, das er ihnen gebe, und hernach mit Holzzapfen die Löcher dicht verschliessen, dann könne das Unglück nicht mehr hinein. Sie handelten nach seiner Anweisung, und seitdem hatten sie kein Unglück mehr im Gaden.
Josef Gisler, 61 Jahre alt, Spiringen
Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.