Ein fahrender Schüler
sagte zu einem, er solle einen Sack nehmen, in den Keller seines Hauses hinuntergehen und die Steine einpacken, die dort umherliegen; sie seien echtes Gold. Solches liess sich der Mann nicht zweimal sagen. Der Fahrende belehrte ihn noch, er dürfe nur so viel einpacken, als er lüpfen könne, und dürfe nicht vorher probieren, ob er die Last noch zu lüpfen vermöge. Der Mann packte ein und packte ein, und – man kann es erraten – als er den Sack heben wollte, war er zu schwer geladen. Er musste ihn stehen lassen und leer zum Keller hinaus. Das tat weh, denn aus dem Sacke lachten die glänzenden Goldsteine ihn wunderbar an.
Katharina Gamma, 50 Jahre alt, Wassen
Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.