Kölpeli
Kölpeli
Auf der Ruchegg bei Oberwinterthur fand man Spuren einer römischen Ansiedlung. Dort soll eine wichtige Festung gestanden haben. Als die Feinde einmal über den Rhein her ins Land drangen, belagerten sie auch diese Burg. Ihr Kommandant hiess Kölpeli. Er war aber ein Verräter, unterhandelte mit den Belagerern und übergab die Festung widerstandslos.
Der unrühmlichen Tat war auch ein entsprechender Lohn beschieden. Die Feinde stellten den Feigling in eine Grube und schütteten sie so zu, dass nur noch sein Kopf herausschaute. Dann warfen sie solange Steine nach ihm, bis sein Haupt vom Rumpfe getrennt war.
Quelle: K. W. Glaettli, Zürcher Sagen 1970, Winterthur und Weinland
Nach P. Corrodi, Sagen Winterthur, 1916, S. 241. vgl. „Höltis Grab“.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.