Jäger verschwindet
Zu Rindermatt b'nachtete einst um die Zeit von Allerseelen ein Jäger. Nach seiner Gewohnheit wollte er, bevor er sich ins Nischt legte, das St. Johannes-Evangelium beten. Kaum begonnen, verschwanden auf einen Klapf Jäger und Hütte vom Erdboden. Als im nächsten Sommer der Besitzer kam und keine Hütte, ja nicht einmal das Holz mehr fand und sich laut fragte, wer wohl die Hütte abgeschlissen habe, hörte er eine Stimme rufen: »Ich nitt, aber d'r ander, wo-mich mit sannt d'r Hittä v'rtreit het«.
Karl Gisler
Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.