Z'altä Tagg
d.h. an einem Mittwoch, Freitag oder Samstag in einer der Fronfastenwochen, das het's eißter g'heissä, sell-mä nitt mit d'r Bixä gah. Von Baldrig ging einmal ein Bauer trotz Abmahnens der Seinigen an einem solchen Tage abends aus, um den Füchsen zu lotzen. Als er in Damian Arnolds Äbnetli kam, begegnete ihm »allpott« ein Fuchs; trotzdem ihm solches merkwürdig vorkam, schoss er doch deren mehrere, nahm einen oder zwei mit sich und liess die andern liegen. Daheim warf er die Beute unter das Ofenbänkli. Am nächsten Morgen ging er aus, um die übrigen zu holen, fand aber statt ihrer nur eine Anzahl »Hybi«, d.h. Häubchen, wie solche einen Teil der alten Urner Frauenkopftracht, »Hübä-n- und Chäppli« genannt, ausmachten. Da häigs-em doch afah duttärä, und är häig diä Hybi la liggä-n- und syg hei.
Theresia Gisler, 73 J. alt, Spiringen
Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.