Ja, ja! wenn'r nitt b'sägnet wäret!
Ob Eisten in Meien in einem alten schwarzen Häuschen waren eines Tages die kleinen Kinder allein zu Hause, während die Eltern auf einem entlegenen Gute arbeiteten. Da ging auf einmal die Stubentüre auf, und die Kinder sahen ein wüstes Weibsbild unter derselben stehen, das ganz wütend seine geballten Fäuste gegeneinander rieb und zornig fauchte: »Ja, ja, iëhr Zogglä! wenn'r nitt b'sägnet wäret, sä giëngteter z'Huddlä und z'Schmättärä!« Die Mutter hatte eben die fromme Gewohnheit, alle ihre Kinder zu b'segnen, wenn sie ausging, und das war nun den Kleinen ihr Glück gewesen.
Frau Baumann, 75 J. alt, Meien
Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.