Bösi Gschwischterti
Bösi Gschwischterti
Are stotzige Site‚ wit imene Grabe hinge, isch vor Ziten es Hüsli gsi; mi het ihm ’s Chräihenäscht gseit. Es wär für nüt, we d’ wettisch nohegrüble, wo ne’s möcht si; i bin en alte Ma‚ un i nimen a, äs läb niemer meh, wo die Lüt gchennt het, wo i däm Hüsli si gsi. Do si zweu Gschwischterti gsi, Brueder u Schweschter. Sie isch Hebamme gsi un i wett mi verschweere, die isch mängisch im Bett gläge z’Nacht u de notti no Mittinacht heicho, wie dr’sch vo äim Meitli verzellt ha, wo ihrere zwe z’Äschlismatt zue-n-ihm gange si u wo du ne Chatz isch cho u em Meitli düre Hals ab isch.
Dr Brüder het gäng seit, äs sig niemer herter z’schühe weder die chline Hüngli u die alte Lüt, vowäge die sigi gäng wachber. Är isch drum e Schelm gis, wie wit u breit kenen isch vürecho. D’Schweschter het ihm gwüsst es Hängli vomene gstorbnige un utauftnige Chingli zue z’ha; dermit het er alli Schlösser chönne uftue. Einisch hei si ne useglo, un am gliche Tag isch er bi dr Mühli ibroche.
Aus vielen Sagen spricht ein feines Gefühl des Glaubens, das den Zauber als Sünde ablehnt und warnt, gefährliche Zauberformeln auszusprechen und Zauberbücher zu gebrauchen.
M. Sooder, Sagen aus Rohrbach, Huttwil 1929
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.