Dr Urispiegel u dr Tüfel uf em Ofe
Dr Urispiegel u dr Tüfel uf em Ofe
Dr Urispegel u dr Tüfel hei zsämen es Gwett gmacht. Beid si uf e füürigen Ofe go ge hocke. Dä, wo z’ersch abemüess, heig’s verspielt. Dr Tüfel, natürli, het d’Hitz nid gschoche. Aber em Urisplegel het’s notisnoh afo heiss mache un isch uf dr Ofeplatte hin- u härgrütscht. Dr Tüfel het glächlet, was er däwägg z’fägnäschte heig. He, säg dr Urispiegel, är suechi umen es wermers Plätzli. Uf das abe het dr Tüfel nid grad es gschits Gsicht gmacht, ihm het’s afo heiss mache; drum isch er abe u verschwunge.
In Sage und Märchen tritt der dumme Teufel häufig an die Stelle der einfältigen Riesen. Der Schwank, wie Eulenspiegel den Teufel, der sicher schwere Lasten zu tragen vermag, übertölpelt, klingen Erinnerungen an die Riesen der Urzeit an.
Ähnlich wie die Hexen verwandelt sich der Teufel in Tiere.
M. Sooder, Sagen aus Rohrbach, Huttwil 1929
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.