Erzählen
wirkt Wunder

Die Stiftung für Märchen und Erzählkultur

Tüfelswärch

Land: Schweiz
Kanton: Bern
Kategorie: Sage

Tüfelswärch

Einisch si ihrere e paar Buebe im Tenn bim Drösche gsi. Du seit eine: „Das glaubit dr jetz nid. Aber es isch eso: Amene Strauhhalm chönnt me si erhänke.“ Die angere hei das nid glaubt u ume glachet.

Du hei sie es Gwett gmacht. Eine het si ane Strauhhalm aglitscht. Aber den angere het er agha: „Wen i de mit de Beine zable, näht der mi de abe. Süscht tuen i gar nid.“ Dermit isch er i Lätsch gschlüffe. Im glichen Augeblick chunnt e Has dür ’s Tenn. „E Has, e Has!“ rüeft eine un uf u nohe! Die angere, richtig, si nid zruggbliebe. Dr Has isch nid wit u z’zitewis bliebe stoh. We sie gmeint hei, jetz chönne s’ne näh, isch er früsch drus.

Ändtlige si sie zrugg u hei’s verspielts gä, dä Has z’foh. Aber im Tenn isch äine ghanget, het e kes Gleich meh grüehrt un isch e Lich gsi. Sie hei ne abegno. Eine het mit em Sackmässer welle dr Strauhhalm verhaue. Är het nid chönne. Äs isch en isige Droht derdürzoge gsi.

Das isch alls Tüfelswärch gsi u dr Has niemer angersch weder dr Tüfel sälber.

M. Sooder, Sagen aus Rohrbach, Huttwil 1929

 

Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.