Im Möttelischloss bei Rorschach
Im Möttelischloss bei Rorschach am Bodensee erscheinen zwei Mädchen in weissen Kleidern und roten Schuhen, mit Ketten gefesselt. Sie bitten weinend, man möge sie küssen. Das Bellen eines Hundes schreckt aber alle zurück, so dass sie immer noch nicht erlöset sind, und der Schatz den sie bewahren, ist noch ungehoben. Im Schlossee Sulzberg erschallt in der Mitternacht ein Rollen von Kugeln und ein Fallen von Kegeln, und ein so grauenhafter Lärm, dass jeder zur Nachtzeit den Ort meidet.
Quelle: Theodor Vernaleken, Alpensagen - Volksüberlieferungen aus der Schweiz, aus Vorarlberg, Kärnten, Steiermark, Salzburg, Ober- und Niederösterreich, Wien 1858.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung www.maerchenstiftung.ch