Die Muttenzer Schatzgräber
Vor vielen Jahren stiegen drei Männer gegen Mitternacht zur mittleren Burg auf dem Wartenberg, um einen verborgenen Schatz, von dem sie gehört hatten, zu heben. Während zwei mit Hacke und Schaufel hantierten, musste der dritte aus einem Beschwörungsbuch rückwärts vorlesen. Schon stiessen die Grabenden auf eine eiserne Kiste, als der Lesende plötzlich den gehörnten Teufel neben sich stehen sah und mit einem lauten Schrei das Buch fallen liess. In diesem Augenblick rollte der Aushub, wie von unsichtbarer Hand gescharrt, in die Grube zurück und füllte das Loch vollständig aus, so dass man am andern Tag keine Spur des Grabens mehr sah. Die Männer waren erschreckt den Berg hinab geflohen und schweissgebadet in ihrer Behausung angelangt.
Quelle: G. Müller/P. Suter, Sagen aus Baselland, Liestal 1939.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung, www.maerchenstiftung.ch