Die Näherin an der Kleberhalde
Es ist schon lange her, da wohnte an der Kleberhalde (Dorfteil in Oberdorf) eine Näherin. Als sie aber gestorben war, kam sie jede Nacht wieder, öffnete den grossen Schrank und schaute immer hinauf. Der Mann der Verstorbenen bekam Angst und sagte es eines Tages seinem Nachbarn. Der meinte, er solle doch einmal im Schrank nachsehen. Da fand er einen Zettel, und dabei lag Geld. — Nach einer andern Erzählung waren es Stoffresten, welche die Näherin ihren Kunden vorenthalten hatte. Auf diesem Zettel stand, wem dies alles gehöre. Der Mann gab es den betreffenden Leuten. Darauf kam die verstorbene Frau nicht mehr zurück, sie hatte ihre Ruhe gefunden.
Quelle: G. Müller/P. Suter, Sagen aus Baselland, Liestal 1939.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung, www.maerchenstiftung.ch