Erzählen
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Die Stiftung für Märchen und Erzählkultur

Das Fluhpärchen

Land: Schweiz
Kanton: Basel
Kategorie: Sage

Vor etwa 30 Jahren wurde das Reservoir für die Gelterkinder Wasserversorgung an der Fluh ausgegraben. In jener Zeit sah man am hellen Tage das Fluhpärchen die Matten hinauf spazieren und im Walde verschwinden. Mädchen und Bursche waren schneeweiss gekleidet, das Mädchen trug ausserdem einen langen Schleier. Verschiedene Familien sahen die Erscheinung sogar von ihren Häusern im Dorfe aus.

Um jene Zeit begab sich eines Tages ein Gemeinderatsmitglied mit einem Gertel in den Wald. Auf einmal konnte der Mann weder vorwärts noch rückwärts gehen. Bocksteif musste er eine Weile stehen bleiben. Dieser Schrecken setzte ihm so zu, dass er eine Zeitlang kein Wort mehr herausbrachte. Das Fluhpärchen hatte ihm diesen Streich gespielt.

Quelle: G. Müller/P. Suter, Sagen aus Baselland, Liestal 1939.

Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung, www.maerchenstiftung.ch