Erzählen
wirkt Wunder

Die Stiftung für Märchen und Erzählkultur

En Oltiger Dorfhäx

Land: Schweiz
Kanton: Basel
Kategorie: Sage

Die olti ... isch e rächti Häx gsi! Einischt hei ’s Chilchmeyers z’nacht es Füli übercho. Wär am Morge scho vor im Stall stoht, isch die gsi und seit: «Der heit schynt’s es Füli übercho, darf is cho luege?» Si hei se dummerwys yneglo, si fahrt däm Tierli e paar mol übere Rügge, wie wenn s’em wet flattiere und goht wieder use. Mönderisch cha das Füli nümm ufstoh. Lahm im Rügge! Verhäxt! Einischt aber isch si an Lätze cho. Im Dorf isch e-n-olte Chnächt gsi, dä het by-n-ere lo stricke. Si het däm Manno ’s Mäss gnoh um ’s Bei umme. Wär mönderisch es Bei het wie ne Ankechübel, isch dä Chnächt. Er het alli Zeiche gfluecht und het gseit: «Die Mätz sell umme warte, i will ere fürs Häxe tue!» Er isch furt usem Dorf und drei Tag druf heisst’s, die und die isch gstorbe und wie? ’S lingg Bei het si übere Bettrand use gstreckt, es isch schwarz gsi as wie ne Chohlesack! Eso het si es Änd gnoh.

Quelle: G. Müller/P. Suter, Sagen aus Baselland, Liestal 1939.

Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung, www.maerchenstiftung.ch