Der März und der Bauer
Einmal hatte ein Schafbauer wenig Heu, doch der Februar brachte schönes Wetter und half dem Bauern. Also wandte sich der Bauer an den März mit der Bitte, er solle recht tun, dann gebe er ihm zum Lohn ein Schaf. Als der März nur noch vier Tage hatte, sagte der Bauer: «Jetzt brauche ich dir das Schaf nicht zu geben, ich kann so leben, es gibt schon schönes Gras.» Der März erwiderte: «Also gut, vier Tage bleiben mir noch, und drei borge ich mir bei meinem Gevatter April und lasse dir die Schafe vor dem Stalltor draufgehen.
(Oberhalbstein)
Quelle: Die drei Hunde, Rätoromanische Märchen aus dem Engadin, Oberhalbstein und Schams. Caspar Decurtins/Ursula Brunold-Bigler/Kuno Widmer, Desertina Verlag, Chur 2020. © Ursula Brunold-Bigler.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.