Die Stätten zum Kirchenbau
a) Die Iberger (Kanton Schwyz) wollten ihre Kirche ganz in der Ebene ihres Tales aufführen. Aber zum drittenmale fanden sie die herbeigebrachten Materialien des Morgens an derjenigen Stelle, wo jetzt das dem heiligen Täufer Johannes erbaute Gotteshaus steht, am Fusse der Guggern, eines Hügels.
b) Die Kirche von Altishofen sollte sonst auf Engelberg bei Egolzwil stehen. Allein über Nacht wurden die herbeigeschafften Steine jedesmal an den gleichen Platz geschafft, wo sie jetzt in Altishofen sich erhebt. Engel haben das getan.
Nach andern war der kleine Hügel in der Äschermatte ob der Flüeggen bei Nebikon als Kirchenplatz bestimmt. Das erzählte Wunder fügte es anders.
c) Die Altbürer wollten eine Kirche bauen. Der Platz war oberhalb dem Ring beim Dorfe bestimmt. Das Material wurde auf den Platz geführt; aber allemal kamen über Nacht auf unbegreifliche Weise die Steine auf den Bühl, wo die Kirche jetzt ist. Als dies mehrere Male vorkam, beschloss die Gemeinde die Kirche dort zu bauen.
Quelle: Alois Lütolf, Sagen, Bräuche, Legenden aus den fünf Orten Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug, Luzern 1865. Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung, www.maerchenstiftung.ch.