Der tote Jäger
In Ettingen wohnte vor vielen Jahren ein Jäger. Nach den einen wurde er ermordet, nach den anderen nahm er sich selbst das Leben. Derselbe hiess so, weil er sich in der Nähe des Totenweges aufhielt (alter Kirchweg von Rinolfingen nach Weisskirch). Man sah ihn gewöhnlich in dem Walde ob der Kirche, im sogenannten Schaien. Ihn wollen einige der jetzt Lebenden noch gesehen haben: es soll ein stattlicher Mann gewesen sein, angetan mit grünem Wams und begleitet von einer Schar kleiner Hündchen, und wie eine Windhose durch das Gesträuch gerauscht sein, mit dem Rufe: Hu- dädä!
Ettingen
Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.