Die Schleitheimer vermorgenbröteln den Wetzenhof
Jahrhunderte lang waren die Gächlinger um den Besitz des [1555 erworbenen] Wetzenhofes beneidet worden. Noch heute erzählen die Schleitheimer, auch ihre Gemeinde hätte anno 1555 den Wetzenhof gern gekauft, leider sei er aber von ihren Kaufbevollmächtigten „vermorgebrötlet” worden. In seiner Chronik berichtet der Neunkircher Landschreiber Schmid über dieses Missgeschick der Schleitheimer: „Diesen Hoff haben die von Schleitheim auch kauffen wollen; da sie dan den Tag, der zum Verkauffen angesehen worden, ... zu Löhlingen zu Morgen geessen und glaubt, es thüe nicht so noht, da inzwüschen ihn die von Gächtlingen gekaufft haben“.
Aus: R. Frauenfelder, Sagen und Legenden aus dem Kanton Schaffhausen, Schaffhausen 1933.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch