Schatzgräber auf dem Wartenberg
Vor vielen Jahren stiegen drei Männer gegen Mitternacht zur mittleren Burg auf den Wartenberg, um einen verborgenen Schatz zu heben. Während zwei mit Hacke und Schaufel hantierten, musste der dritte aus einem Beschwörungsbuch rückwärts vorlesen. Schon stiessen die Grabenden auf eine eiserne Kiste, als der Lesende plötzlich den gehörnten Teufel neben sich stehen sah und mit einem lauten Schrei das Buch fallen liess. In diesem Augenblick rollte der Aushub, wie von unsichtbarer Hand gescharrt, in die Grube zurück und füllte das Loch vollständig aus, so dass man am anderen Tag keine Spur der Grube mehr sah. Die Männer waren erschreckt den Berg hinab geflohen und schweissgebadet in ihrer Behausung angelangt.
Wartenberg
Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.