Erzählen
wirkt Wunder

Die Stiftung für Märchen und Erzählkultur

Schatzgräberei

Land: Schweiz
Kanton: Basel
Kategorie: Sage

Unter Anführung eines Fremden (eines Berners) gruben 1726 fünf Leute im Krautgarten des Jakob Ab(b)t nach einem Schatz. Dessen Frau hatte «schon zum dritten mahl beobachtet und gesehen etwas, so weiss und gelblecht (gelblich gewesen und wieder in boden geschloffen seye.»

Ein Gewährsmann erzählt, die Schatzgräber seien auf einen viereckigen Stein gestossen. Der Mann habe befohlen, «mann sollte den Stein gar hinweg thun, da seye gleich alles in c . v. Rossmist verwandlet worden.» Ein anderer hinterlegt, sein Sohn habe im Krautgarten die Lichter gesehen und sei hingegangen, um zu sehen, was vorgehe. Da «seye er eines schwartzen Hunds gewahr geworden, der Ihne je länger je grösser, ja endtlich gar wie ein c. v. Pferdt dunckte und ihme einen solchen Schreckhen eingejaget, dass er sich ohnverzuglich davon und nacher Haus begeben.»

Arisdorf-Olsberg

Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976

Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.