Vergässe z bätte
In der zweute Helfti vom 18. Johrhundert isch z Zife e Jumpfere gsi, wo Mueter worden isch. Zur Strof her si derno ufs Schloss Wolleberg müese go absitze. Alli Nacht het si dört bättet:
I legge mi nider in Gottes Macht,
I legge mi nider in Gottes Chraft,
I legge mi nider in Chrischti Bluet,
Ass merk ei böse Find nüt tuet.
Einisch inere Nacht het si das Gebättli vergässe. Do sait näben anere e Stimm: «Bethli, du hesch vergässe z bätte.» Uf das abe het si sofort agfange bätte und het ihres Gebättli nie meh vergässe, bis si wieder het hei chönne.
Ziefen
Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.