Erzählen
wirkt Wunder

Die Stiftung für Märchen und Erzählkultur

Härdmännli und Härdwybli

Land: Schweiz
Kanton: Basel
Kategorie: Sage

a) Au der Binzholden und im Juch wohnten früher Herdmännlein und

Herdweiblein. Sie waren klein von Gestalt und seien oft in das nächste Haus im Dorf «z Liecht» gekommen. Von ihren Füssen habe man nichts gesehen, weil sie lange Kleider trugen. Um die Form der Füsse zu erkennen, habe man einmal Asche gestreut. Darauf seien die Spuren von Gänsefüssen sichtbar geworden!

b) Einmal gingen die Herdleutlein in Buus in ein Haus, wo man gebacken hatte. Sie erhielten aber keine Wähe. Das vertäubte sie so, dass sie im Zorn das Haus verliessen und nie wieder erschienen.

c) Die Herdmännlein und Herdweiblein waren den Leuten in Buus wohlgesinnt und dienstbar. Sie halfen den Bauern bei der Arbeit und brachten ihnen wohlschmeckende Kuchen aufs Feld. Zuweilen machten sie in den Häusern Besuche und nahmen auch solche gerne an. Einem Buuser Besucher gaben sie zum Abschied einen Korb voll Blätter mit nach Hause. Der Mann achtete das Geschenk nicht und warf auf dem Heimweg die meisten weg. Als er aber zu Hause nachsah, fand er statt der übriggebliebenen Blätter Geldstücke.

Buus

Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976

Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.