Märchen und Sagen aus der Schweiz | Mutabor Märchenstiftung

Lassen Sie sich zum Märchen hören einladen:

Erzählkalender abonnieren

 


Warum es keinen Krieg geben kann

Als der Krieg zwischen den beiden benachbarten Völkern unvermeidlich war, schickten die Feldherren von beiden Seiten Späher aus, um zu erkunden, wo man am leichtesten in das Nachbarland einfallen könnte. Die Kundschafter kehrten zurück und berichteten auf beiden Seiten dasselbe: es gebe nur eine Stelle, die sich dafür eigne ...

Warum es keinen Krieg geben kann

 

 

Als der Krieg zwischen den beiden benachbarten Völkern unvermeidlich war, schickten die Feldherren von beiden Seiten Späher aus, um zu erkunden, wo man am leichtesten in das Nachbarland einfallen könnte. Die Kundschafter kehrten zurück und berichteten auf beiden Seiten dasselbe: es gebe nur eine Stelle, die sich dafür eigne. 

„Dort aber“, sagten sie, „wohnt ein junger Bauer mit seiner anmutigen Frau. Sie haben einander lieb, und es heisst, sie seien die glücklichsten Menschen auf Erden und sie haben ein Kind.“

„Wenn nun unsere Heere über das Grundstück marschieren, dann zerstören sie das Glück.“

„Also kann es keinen Krieg geben."

Das sahen die Feldherren ein – und der Krieg unterblieb, wie jedermann begreifen wird.

 

 

Parabel aus China

 

Fassung Rudolf Geiger, notiert auf dem Kongresswegweiser der Europäischen Märchengesellschaft, Sept., 1990

 

 

 

Weiterlesen...

Willkommen bei der Mutabor Märchenstiftung

 

Märchen und Sagen aus dem Schweizer Märchenschatz

Die Märchenzeit 2018 zum Europäischen Jahr des Kulturerbes 

Neu: Wintermärchen für Gross und Klein, 2. erweitere Auflage