Die scheuen Pferde
Später diente Marro in der Gypsera im Seeschlund. Frühmorgens musste er mit einem anderen Knecht mit einer Fuhre Gips nach Freiburg fahren. Damals musste man noch die alte Strasse benützen, die an der Weide «Sturnena» vorbeiführte. Doch an dieser Stelle scheuten auf einmal die Pferde und weigerten sich, am Stafel vorüberzuziehen. Die Fuhrleute trieben die widerspenstigen Gäule mit der Peitsche an, doch auch das half nicht. Die Tiere bäumten sich wild auf und rissen die Stricke von der Leitstange los. Dieser unangenehme Zwischenfall ereignete sich mehrmals, bis endlich der Platz und die Alphütte von einem Geistlichen ausgesegnet wurden. Darauf konnten die Fuhrleute unangefochten ihres Weges ziehen.
Quelle: Pater Nikolaus Bongard, Sensler Sagen, Freiburg 1992.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.