Die March von Innenbach
Es ging vor wenig Jahren ein Sachsler Älpler im Spätherbst, als die Wildenen schon verlassen waren, in die Alp Innenbach hinauf, um die Hütte gegen Lawinengefahr zu sperren. Als er die Hüttentüre auftat, sah er zu nicht geringem Schrecken seinen eigenen Vater in der Hütte am Tische sitzen. Schlotternd fragte er ihn, was er ihm helfen könne.
Der Geist antwortete: „Nimm eine Axt und komm mit!"
Und er folgte dem Schatten des Geistes auf die Bachegg, (Grenze zwischen Innenbach und Älggi).
Und da sagte der Geist: „Setze den Hag ein Klafter zurück, denn ich habe denselben zu weit hinübergerückt!"
Und der Sohn tat so. Während er hagte, schaute er einmal um sich. Der Geist des Vaters aber war verschwunden.
Aus: Franz Niederberger Sagen und Gebräuche aus Unterwalden, Sarnen 1924. Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch