S Houlidalschloss
I aute Zyte isch es wiuds Vouch is üsers Lang ydrunge, wo aus verwüeschtet, sowyt s'cho isch. Bis is Bärneroberlang uehe sy d'Lüt nümme sicher gsy. Ungereinisch isch dem Vouch sy Chünig gschtorbe. Do hetes gheisse, es söw niemmer wüsse, wo-ner vergrabe wird, süsch wird er i syner Ruei gschtört. Drei vo syne beschte Fründe hei d'Lych furttreit u sy äntlige i üsers Teeli cho. Do isch säubmou no kes Dörfli gschtange, nume 's Bächli isch dur 'sTeeli gruschet. Die einsami Gäget het ne gfauwe. «Do isch üse Chünig sicher; do fingt-ne niemer.»
Im Houlidal, we-mer hütigstags die Gäget heisst, hei-sy ne vergrabe. Zerscht isch d'Lych i ne goudige Sarg gleit worde, dä het me i ne siwbrige do u z'letscht no i eine vo Bly. Überem Sarg het-me dr Härd vo bedne Syte usgschuflet, dass ne Hubu gä het u dernäbe ne töiffe Grabe, wo-mer jetz s'Houlidal heisst. Nes schwarzes Hüngli duet ne dort bewache. Jedesmou, wes anger Wätter gä wiuw, chunnts dr Grabe ahe zschpringe, brüelet lut un ufs Mou ischs verschwunde. Aber scho lang het mes nümmemeh ghört, nume die aute Lüt erzeuwe no dervo.
Quelle: P. Keckeis, M. Kully, Sagen der Schweiz. Solothurn, Zürich 1987. Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch