s'Wallaraustissi
Do letschti bini emol is Leimetal use cho. Ne Burema isch mit eme grosse Wage voll Frucht cho z'fahre. D'Ross hei fast gar nimmi fürsi welle. «Me chennt mäine 's Wallaraustier hogg uff ne!» het er ufbigährt. Jetz het mi dr Wungerfitz gstoche. «Was isch das für ne Unghür das Wallaraustier?» hani gfrogt. «Häi dr no nit ghert drvo?» het er agfange. «Wenn me vo Läime d'Stross uff fahrt gege Rodersdorf un uff e Stutz ufe chunnt, cha's i d'Nacht mänggisch vorcho, ass d'Ross ungersmol blibe stoh. Alls Häje un Flüeche träit nit ab. Denn cha me sicher si, ass 's Wallaraustier uff ne sitzt un die arme Tierer plogt un nimmi vom Flägg ewägg loht. Es gitt ghäi Mittel drgege. Abwarte müess me bis das chäibe Unghir si Glust biesst het un wieder furt goht. Gspässig isch's, ass me dä bes Gäist nit cha gseh. 's Wallaraustier goht alls numme a d'Ross, wenn scho ne Mol ne Rodersterfer gmeint het won er z'Nacht i Strossegrabe gheit isch, es sig dä bes Gäist gsi! Eppis wird jo wohr si dra, numme isch's säll Mol nit dr Wallarausgeist gsi, 's wird eine gsi sy, wone z'Läime nide üs me Gitterli vertrunne isch.
Quelle: P. Keckeis, M. Kully, Sagen der Schweiz. Solothurn, Zürich 1987. Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch