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Die Stiftung für Märchen und Erzählkultur

Der Schatz in der Aeschmatt

Land: Schweiz
Kanton: Obwalden
Kategorie: Sage

In der Aeschmatt, Melchthal, wurde einst von einem Geizhals ein grosser Schatz vergraben, auf den sich alsbald der Teufel setzte. Zu gewissen Zeiten, wie Weihnachten unter der Mette, Ostern während der Passion, könnte man den Schatz heben, jedoch weiss man nicht genau wo er liegt. In der übrigen Zeit ist es nutzlos nach dem Schatz der sich m einem Käskessi befindet, zu graben, indem der Teufel ihn in die Hölle versenkt.

Einmal hat jemand dieses schatzgefüllte Käskessi gesehen, wie es aus dem Boden hervorguckte, er achtete sich dessen aber weiter nicht und es wurde ihm von einem kundigen Schatzgräber geraten, ein Stück seiner Bekleidung, oder sonst etwas das ihm gehöre, schnell auf den Schatz zu legen, während er sich zeige, dann habe der Teufel keine Gewalt mehr darüber. Der Schatz ist seither aber nicht mehr gefunden worden.

Aus: Franz Niederberger Sagen und Gebräuche aus Unterwalden, Sarnen 1924. Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch