Der Name Heinrichswil
Einst starb das Dorf Heinrichswil an einem Landsterbet ganz aus. Es soll bei dieser Gelegenheit auf dem Lingefeld, jetzt Mätteliacker genannt, ein Fuder Garben samt Wagen in Fäulnis übergegangen sein. Nach diesem Ereignis kamen fünf Brüder aus dem Königreich Hagen, welche das Geschlecht Kummer führten. Sie liessen sich auf folgende Weise nieder: Einer in Utzenstorf; einer in Hochstetten; einer in Grasswil; einer in Inkwil; einer, namens Heinrich, in Heinrichswil. Heinrich zeugte einen Sohn und eine Tochter. Die Tochter soll sich mit einem gewissen Späti verheiratet haben. Nach dem Tode Heinrichs wurde sein Land in zwei Stücke geteilt, wie man auch heute noch diese Teilung an der Landmarkung sehen kann. Ein Nachkömmling dieses Späti soll ein Stück Land von etwa vier Jucharten einem Nachbar von Hochstetten für einen Schimmel abgetreten haben, damit er zu Pferde nach Solothurn reisen konnte. Dieses Stück Land wird heutzutage noch der Schimmelacker genannt.
Quelle: P. Keckeis, M. Kully, Sagen der Schweiz. Solothurn, Zürich 1987. Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch