Die Kapelle im Steinhof
Vor der Reformation scheint Steinhof in Seeberg kirchgenössig gewesen zu sein. Man erzählt, dass die Steinhöfer wie die Bewohner des bis 1665 zu Solothurn gehörenden Dorfes Hermiswil der religiösen Neuerung nicht abgeneigt gewesen seien. Doch seien sie schliesslich durch ein am Wege nach Seeberg stehendes Marienbild bewogen worden, zum alten Glauben zurückzukehren. Bei der Gründung der Pfarrei Äschi im Jahre 1684 lobte denn auch der erste Pfarrer ihren frommen Glauben, aber auch ihren Fleiss. 1774 gestattete sodann die Regierung der Gemeinde in der Marienkapelle an einigen Werktagen die Messe zu feiern zum Troste der Kranken und damit der Priester das Allerheiligste nicht über Bernerboden tragen müsse.
Quelle: P. Keckeis, M. Kully, Sagen der Schweiz. Solothurn, Zürich 1987. Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch