Das Gespenst von Laupersdorf
Ein junger Bursche von Niederwil ging zu einem Mädchen nach Laupersdorf und kehrte erst morgens früh um zwei Uhr heim. Er hatte einen weiten Weg und fuhr deshalb mit einem leichten Wagen. Als er zwischen dem Räppelisacker und der Vogelsmatt zu den Steingruben kam, wollte das Pferd nicht mehr weiter. Er knallte mit der Peitsche, das Pferd schwitzte und war ganz nass, aber es ging keinen Schritt weiter. Der Bursche fing zu beten an. Denn wenn es am Ende eine arme Seele sein sollte, die ihm den Weg verwehrte, sollte sie gerettet werden. Er musste länger als drei Stunden warten, da läutete es in der Klus Betzeit. Plötzlich zog das Pferd an und lief, bis es zu Hause vor dem Stall stand.
Quelle: P. Keckeis, M. Kully, Sagen der Schweiz. Solothurn, Zürich 1987. Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch