Das Messer im Himmel
Auf einem Hof in Bärschwil geschah es, dass man Karten spielen wollte. Einer verlor immer.
Da sagte er: «Wenn ich das nächste Mal wieder verliere dann werfe ich das Messer in den Himmel.» Und er verlor wieder. Da schleuderte er sein Messer gegen die Decke. Auf einmal fielen zwei Blutstropfen auf den Tisch. Im gleichen Augenblick sprang die Türe auf und ein grüner Mann trat auf den Burschen zu, packte ihn und fuhr durchs Fenster in die Lüfte. Da spritzten die Zurückgebliebenen Weihwasser in die Luft und sogleich fiel der Bursche vom Himmel zwischen zwei Buchen herab, wurde ins Haus getragen und blieb von da an kränklich. Der Grüne soll der Teufel gewesen sein.
Quelle: P. Keckeis, M. Kully, Sagen der Schweiz. Solothurn, Zürich 1987. Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch