Der Schneider von Hofstetten
Als der Herr von Rotberg sich mit dem Gedanken trug seine Herrschaft im Leimental zu verkaufen, arbeitete gerade ein Schneider namens Lux Oser auf dem Schloss auf der Stör. Er hörte beiläufig von den Absichten des Rotbergers und eilte nach Solothurn, um den Rat auf die günstige Gelegenheit, das Land zu erwerben, aufmerksam zu machen. Solothurn kaufte dann die Herrschaft Rotberg und schenkte dem wackeren Schneider, der nebenbei auch Barbier war, als Anerkennung ein silbernes Rasierzeug, das sich vor kurzem noch in Hofstetten befand, nun aber nicht mehr aufzufinden ist.
Quelle: P. Keckeis, M. Kully, Sagen der Schweiz. Solothurn, Zürich 1987. Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch