Der Flurname Seelenheil
Die Bürgergemeinde Witterswil besitzt im Bättwilbann eine grosse Matte, Schulmatte genannt, deren eines Ende den Namen Seelenheil trägt. Diesen Namen verdankt sie folgendem Vorfall: Einmal wurde in die Kirche zu Witterswil eingebrochen und Kelche und Ziborium entwendet. Als die Diebe mit ihrer Beute zu der genannten Matte kamen, konnten sie nicht mehr weiter und vergruben die heiligen Gefässe mit den geweihten Hostien. Einige Tage später wollte der Müller von Benken nach Witterswil in die Kehr fahren. Als er an die Stelle kam, wo die Hostien vergraben waren, blieben die Pferde plötzlich stehen und waren nicht mehr vorwärts zu bringen, und der Müller sah über der Stelle ein Licht. Er eilte ins Dorf und erzählte, was ihm widerfahren sei. Im Beisein des Pfarrers grub man nach und fand die Gefässe mit dem hochwürdigsten Gut.
Quelle: P. Keckeis, M. Kully, Sagen der Schweiz. Solothurn, Zürich 1987. Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch