Die verlorene Geiss und die gefundene Glocke
An der Strasse zwischen Herzogenbuchsee und Langenthal, bei «Trubers Brunnen», hütete ein Geisshirt. Zu seinem Schrecken bemerkte er einst, dass er eine der Geissen verloren habe. Nach vielem Suchen fand er sie im nahen Walde, wie sie den Boden aufscharrte. Er nahm sie mit sich, aber sowie er sie frei liess, war sie wieder in den Wald entwischt, wo sie aufs neue scharrte. Da sie davon nicht abliess, dachte er an einen vergrabenen Schatz. Nun fing er selber an zu graben und stiess im Erdreich auf eine schöne grosse Glocke. Schnell eilte er ins Dorf und holte Leute. Die halfen ihm, die Glocke aus der Grube zu heben. Heute hängt diese Glocke im Kirchturm von Herzogenbuchsee.
Aus: P. Keckeis, M. Waibel, Sagen der Schweiz. Bern, Zürich 1986.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch