Der Teufel soll kommen
Einst schrieb ein Pfarrer in Biel an einen Diener der Kirche in Zürich folgendes: Bei uns gibt es nichts Neues ausser dem Folgenden, das aber nicht allzu sicher ist. Unweit von Thun warfen einige Bauern einem anderen Bauern vor, er könne nicht beten. Der andere verschwor sich und sagte, er könne beten, und wenn das nicht stimme, solle der Teufel kommen und ihn wegführen. Im selben Moment kam der Teufel in einer Windsbraut, erwischte und hob ihn in die Luft und schleppte ihn über Wiesen und Felder. Die anderen Bauern liefen hinterher. Zuletzt fanden sie ihn in einem Zaun so in den Dornen eingewickelt, dass sie ihn heraushauen mussten, und brachten ihn so mit dem Leben davon.
Aus: P. Keckeis, M. Waibel, Sagen der Schweiz. Bern, Zürich 1986.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch