Weisse und gelbe Bohnen
Land: Schweiz
Kanton: Bern
Kategorie: Sage
Im Oberlande stand auf einer Anhöhe das Schloss Jagberg, der Sitz von Zwingherren, welches endlich vom Volke in eine Ruine verwandelt wurde. Dort erblickte ein Holz lesender Knabe zwei schneeweisse Tücher ausgebreitet, auf dem einen weisse, auf dem andern gelbe Bohnen. End- lieh wagte er von jedem Tuche einige Bohnen zu nehmen und brachte sie heim. Zu seinem und seines Vaters Staunen verwandelten sich die weissen Bohnen in silberne und die gelben in goldene Münzen. Eilig nahm ihn der Vater wieder mit zur Ruine, wo sie jedoch nichts mehr finden konnten.
Aus: P. Keckeis, M. Waibel, Sagen der Schweiz. Bern, Zürich 1986
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch