Die Thurbrücke von Bischofszell
Nach einer anderen Sage war damals schon ein breiter, fahrbarer Steg über die Thur; wie aber die beiden Jägersmänner über ihn ritten, trieb eine Herde Schweine ihnen entgegen, und die Pferde wurden scheu und stürzten in die Fluten. In einer Aufschrift auf der Brücke wurde daher jeder, der die Brücke benutzte, von der trauernden Mutter aufgefordert, ein Vaterunser für die verunglückten Söhne zu beten; aber den Schweinetreibern war der Übergang nur gegen Erlegung eines Zolles gestattet. Die Brücke trägt die Jahrzahl 1479, welche sich aber nur auf eine Reparatur bezieht.
Kurze Beschreibung des KantonsThurgau für die Schulen 1844
Quelle: A. Oberholzer, Thurgauer Sagen, Frauenfeld 1912
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch