Die Kirche zum hl. Kreuz in Mannenbach
Im Jahre 1155 wurde die Kirche zum hl. Kreuz geweiht von Adalgoz, Bischof von Chur. Nebenher wird folgende Lage erzählt:
Ein Ritter von Salenstein ward im hl. Lande von den Türken gefangen und in die Sklaverei geschleppt. In seiner Not gelobte er, wenn er je wieder loskomme, zum Dank gegen Gott ein Kloster zu bauen, wirklich — aber wie und wo schweigt die Sage — erlangte er die Freiheit. Allein der Ritter überzeugte sich daheim, dass die Erfüllung des Gelübdes über sein Vermögen gehe, und es glückte ihm, mit der Erbauung einer Kapelle und einem dabeistehenden Siechenhaus für Aussätzige davon entbunden zu werden.
Dr. J. Meyer, Burgen und Schlösser am Untersee
Quelle: A. Oberholzer, Thurgauer Sagen, Frauenfeld 1912
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch